Kurzinhalt
Wie kann man sich verabschieden, ohne zu vergessen?
Wie kann man neue Nähe zulassen, ohne zu verraten?
William, englischer Adelsrebell mit Hang zu dramatischen Entscheidungen, flieht vor seiner schmerzlichen Vergangenheit nach London und trifft Nilam, selbstsicher, offen und fidel.
Zwei Welten prallen aufeinander.
Wird es William schaffen, seine Mauern gegen so viel Lebensfreude und Zuneigung aufrecht zu erhalten? Wird Nilam hinter die kühle Maske sehen können und sich nicht abschrecken lassen?
Figurenbiographien
Hauptfiguren
William Will Theophil of Brynmore:
Auf den ersten Blick ist Will ein griesgrämiger, perfektionistisch veranlagter Bibliothekar mit dem Hang, alles von sich zu stoßen, was auch nur annähernd Freude bedeuten könnte. Obgleich er nach außen hin für nichts und niemanden Interesse zeigt und sich in seiner Rolle als einsamer Wolf wohl zu fühlen scheint, ist jedem, der sich nur die Mühe macht, hinter die Fassade zu sehen, klar: Will ist warmherzig, eigentlich sehr sensibel - und vor allem einsam. Doch Will findet tief in sich täglich von Neuem die Kraft, genau dies zu leugnen. Falls er es nicht durch seine Attitüde schafft, jegliche aufkommenden Freundschaftsgefühle von egal wem im Keim zu ersticken, hilft er mit rebellischen Frisuren und grimmigen Blicken nach. Als Nilam in sein Leben tritt, wird ihm schmerzhaft vor Augen gehalten, wie sehr er sich täglich belügt. Und je mehr er und Nil zusammenwachsen, desto mehr wächst die Angst in ihm, wieder zu verlieren. Und ihm wird bewusst, was er am meisten vermisst.
Nilam Singh:
Nilam liebt das Leben. Er liebt alte Namen, deren Bedeutung er erst noch erforschen und deuten muss. Und Nilam liebt London. Zumindest das, was er darüber gelesen hat. Als er die Chance bekommt, in London seiner Berufung nachzugehen, dort zu arbeiten und zu wohnen, ergreift er die Gelegenheit beim Schopf. Zum Leidwesen und Anfangs ohne das Einverständnis seines Mitbewohners Will zieht Nilam, in die Wohnung ein, die ein gemeinsamer Freund unentgeltlich anbietet. Und stellt vom ersten Tag an ihrer beider Leben auf den Kopf. Als er schließlich sogar beschließt, dass er William liebt, ist er nicht mehr aufzuhalten. Unbekümmert und unschuldig reisst er Stein für Stein Wills Mauern ein, denn er weiss trotz seiner tapsigen Art genau, was er will. Als Nilam immer anhänglicher wird, versucht Will zwar mit aller Macht, den Teufel in Person zu spielen. Aber all seine Versuche, sich unnahbar zu geben, werden von Nilams bedingungsloser Suche nach dem wahren Will zunichte gemacht, so dass beide nun herausfinden müssen, ob Will seiner Sehnsucht und Nilams Drängen nach Partnerschaft nachgeben kann.
Nebenfiguren
Sir Eric Draven:
Williams Patenonkel, ist eine kleine, rundliche Person mit viel gesundem Menschenverstand und dem Herzen auf dem rechten Fleck. Ihn und Will verbindet nicht nur die Liebe zu Büchern oder der Adelstitel: nein, allen Unkenrufen zum Trotz heiratete Eric in seinen jungen Jahren eine bürgerliche Frau. Als er von Williams ebenso bürgerlichen Liäson und dem darauffolgenden Rauswurf aus dem elterlichen Manor erfährt, nimmt Eric seinen Patensohn mit offenen Armen auf. Er akzeptiert Wills Liebe, erweist sich in den schlimmsten Stunden seines Patensohnes als wirklicher Freund. Er bringt sogar das kleine Wunder fertig, für sie alle einen Platz zum Wohnen, Lieben und Arbeiten zu schaffen, sodass sie unabhängig und in Ruhe leben könnten. Wenn da nicht immer diese Schicksalsschläge wären.
Rose Draven:
Rose Draven ist die große Liebe und Ehefrau von Eric Draven. Im Vergleich zu ihm ist sie eher ein besonnener Mensch, weiß allerdings trotz ihrer Zurückhaltung, wann es Zeit ist, zu handeln. In schwierigen Momenten von Williams Leben ist sie diejenige, die die Situation am Besten überblickt und ihn durch einen kleinen Schubs in die richtige Richtung drängt.
Emely of Brynmore:
Emely ist Williams sanfte, Vater & Sohn abgöttisch liebende Mutter. Die zwar den Anschein macht, den Ausrastern ihres Gatten schweigend nachzugeben, jedoch im richtigen Moment beweist, dass sie nur auf einer einzigen Seite steht: auf der Familienseite. Emely schafft es mit Hilfe eines Verbündeten, die beiden sturen Brynmore-Herren von ihren Ideen und Wünschen zu überzeugen. Sie lässt beiden Männern immense Freiräume, weil sie weiß, dass sie nur so mit sich und der Welt umgehen können. Auch nach Williams Enterbung und den darauffolgenden schweren Jahren bleibt sie der ruhige Pol im Gefühlschaos ihrer Familie. Dennoch zeigt sie bald, dass die Freiräume nur dann erstrebenswert sind, wenn man eine Festung hat, zu der man immer wieder zurückkehren kann.
Mortimer „ Morty“ of Brynmore:
Mortimer ist Williams Vater, ein Aristokrat und Gentleman durch und durch. Und eigentlich Williams bester Freund. Jedoch mit sehr veralteten Moralvorstellungen, die er im Affekt über die Freundschaft und Liebe zwischen ihm und seinem Sohn stellt. Als er und Will sich nach Jahren des Streits wiedersehen, hat er jedoch hinzugelernt und möchte nichts sehnlicher, als einen Neuanfang. Wie das Leben aber so spielt, offenbaren neue Ereignisse, dass ihm sein temperamentvoller Sohn trotz aller Verleugnungsversuche ähnlicher ist, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Auch Will ist nicht gefeit vor Affekthandlungen und Vorurteilen. Es muss sich zeigen, ob beide eine Möglichkeiten finden, ihre Differenzen zu begraben oder ob sich ihre Wege erneut trennen.
Inhalt
William, Spross einer englischen Adelsfamilie, sucht in einem Londoner Museum die traurigen Erlebnisse seiner Vergangenheit zu vergessen. Vergraben in seine Arbeit als Bibliothekar, gegen alles rebellierend, verschließt er sich immer mehr seiner Umwelt und lässt niemanden an sich heran. Auch die Bemühungen von Sir Eric Draven, dem Besitzer des Museums und Freund von Williams Mutter, und dessen liebevoller Frau Rose fruchten nicht.
Die scheinbar ausweglose Situation verändert sich, als der junge Nilam Singh, Sohn eines Maharadschas und einer englischen Lady, aus Indien anreist und von Sir Eric ebenfalls in dessen Haushalt aufgenommen wird. Nilam soll seine europäischen Wurzeln kennen lernen. Und Nilam möchte viel kennen lernen, vor allen Dingen Menschen und vor allen Menschen seinen unnahbaren Mitbewohner - William. Wie ein neugieriger Welpe tapst Nilam durch das Leben von London und den Haushalt der Dravens. Er setzt alles daran, William als Freund zu gewinnen, und schreckt auch nicht vor dessen anfänglichen Wutausbrüchen und der ablehnenden Haltung zurück. Nach und nach gelingt es ihm, die Mauer, die William um sich herum aufgebaut hat, einzureißen, und entdeckt so dessen wahre Natur, die eines sensiblen und gefühlvollen jungen Mannes.
Doch noch immer überschattet die Vergangenheit das Leben von William und gefährdet die zarte Verbindung, die er mit dem jungen Inder geknüpft hat.
Werden William und Nilam es schaffen, die Vergangenheit zu akzeptieren und mit ihr zu leben? Wird es eine gemeinsame Zukunft für die beiden Männer geben?
Ein Buch wie ein Märchen. Stellen Sie sich Schneewittchen als einsamen Rebell vor, der von einem Wirbelwind indischer Magie wach geküsst wird.
Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage? Die Antwort werden Sie auf diesen Seiten finden.
©A.Th.S.